Convention in Berlin

Die Studenten des VDAC Austauschprogramms besuchten die 69. Convention im schönen Berlin

An der 69. VDAC Convention in Berlin Anfang Mai nahmen auch zahlreiche Teilnehmer und Alumni des Studentenaustauschs teil. Aufgrund des Feiertages am Donnertag reisten viele bereits dann an und nutzen den Tag sowie den Freitagvormittag zur individuelle Stadtbesichtigung, bevor wir uns nachmittags in der Jugendherberge Berlin-International trafen. Diese liegt mitten in Berlin am Lützowufer, mit dem Bundesverteidigungsministerium auf der anderen Seite des Landwehrkanals.

Wir trafen alte und neue Freunde und tauschten uns über das Erlebte seit den letzten Seminaren aus. Nachdem dann alle Zimmer verteilt waren und jeder Jacke und Kamera bereit hatte, machten wir uns auf den kurzen Weg zum Hauptbahnhof, wo nicht nur Fernzüge und die S-Bahn (neuerdings ja auch die kürzeste U-Bahn) abfahren, sondern auch Flusskreuzfahrten über die Spree.

Genau solche war für uns geplant und wir betrachteten das Regierungsviertel und die Museumsinsel von einer Seite, die vielen oft verborgen bleibt. Dazu erzählte uns der Sprecher Anekdoten in deutscher und englischer Sprache. An der Jannowitzbrücke drehten wir dann wieder um und viel zu schnell war die Fahrt wieder zu Ende.

Wir beendeten den Ausflug mit einem Spaziergang durch den Tiergarten, vorbei an der „Goldelse“ zum gemeinsamen Abendessen im Café am neuen See. Von dort teilte sich die Gruppe auf, um das berühmte Berliner Nachtleben kennenzulernen oder um nach teils anstrengenden Anreisen einfach mal früh ins Bett zu gehen.

Für den Samstagvormittag war ein Besuch im Bundestag vorgesehen. Da nur zwanzig Plätze reserviert werden konnten, teilte sich die Gruppe auf. Die amerikanischen Austauschstudenten und ein paar Alumni besuchten den Bundestag, der Rest genoss das schöne Wetter und schaute sich individuell die Stadt an. Am Nachmittag trafen sich alle wieder in der Jugendherberge und bereiteten sich auf das Bankett vor. Das bedeutete Schlangen an den Duschen, gegenseitige Hilfe beim Krawattenbinden und Verschluss zumachen sowie Gruppenfotos in festlicher Garderobe.

Anschließend freute sich die Buslinie M85 über einen Bus voll junger Menschen in dieser festlichen Garderobe, bis wir dann pünktlich am Festsaal ankamen und dort den Reden und Musik lauschten. Selbstverständlich freuten wir uns auch alle auf das sehr gute Essen. Später wurden die amerikanischen Austauschstudenten mit Urkunden für Ihren Beitrag zur Deutsch-Amerikanischen Verständigung geehrt. Obwohl das Programm noch lange nicht zu Ende ist, wurde vielen dabei bewusst, dass der Austausch begrenzt ist und sie eigentlich gar nicht mehr zurück möchten.

Bevor sich dann am Sonntag die Wege trennten und sich jeder auf den Weg zurück in die jeweiligen Studienorte machte, besuchte die Gruppe noch die Ausstellung „Story of Berlin“. Dazu ging es zuerst zwei Stockwerke nach unten, in einen Atomschutzbunker aus den siebziger Jahren. Wenn man sich in unserer Generation das Gefühl der Angst vor der ständigen atomaren Bedrohung nicht mehr vorstellen kann, war es trotzdem sehr bedrückend darin. Die Führerin erzählte von 3600 Menschen, die auf engstem Raum zwei Wochen in diesem Bunker verbringen sollten und wir waren alle sehr froh, dass wir in Frieden leben können.

Anschließend besuchten wir die Ausstellung zur Geschichte Berlins, von der Gründung bis heute. Schwerpunkte waren die gescheiterte Revolution 1848 und selbstverständlich die Zeit der Teilung. Uns standen zwei Stunden zur Verfügung, die für den Besuch etwa auch reichten. Die Ausstellung ist sehr detailliert und liebevoll gestaltet, auf ein „erleben“ der erzählten Geschichte ausgelegt und war ein toller Abschluss. Noch ein letztes Mal ging es zurück in die Jugendherberge, wobei wir gemeinsam zu Mittag aßen und uns voneinander verabschiedeten.

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