Besuch der Russischen Botschaft

Schon des Öfteren hat unser Club Botschaften verschiedener Staaten in Berlin besucht. Am 23. Februar 2017 um 11 Uhr hatten wir eine Verabredung mit ihrer Exzellenz Ludmilla Grinina, der Gattin des russischen Botschafters, Sitz der Botschaft der Russischen Föderation.

Nach der offiziellen Begrüßung mit einem Glas Sekt oder Orangensaft wurden wir von drei jungen Attachés, die fast akzentfrei deutsch sprachen, durch den offiziellen Teil der riesigen Gebäudeanlage geführt. Alle Mitglieder der Botschaft wohnen dort, es gibt eine Schule, einen Kindergarten, eine wunderbare Gartenanlage mit Tennisplatz und Spielplatz. Die Architektur ist eine Verschmelzung russischer und sowjetischer Motive. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude völlig zerstört. Gleich nach Ende des Krieges begann der dreijährige Wiederaufbau. Für die offizielle Eröffnung 1952 wurde der russische Nationalfeiertag, der 7. November, gewählt. 150 Lastwagen mit russischer Muttererde wurden nach Berlin transportiert und verteilt, so dass man mit Fug und Recht sagen kann, die Botschaft befindet sich auf russischem Boden. Auch alle Materialien wie Steine, Marmor, Holz, Stoffe und Möbel wurden von Russland nach Berlin gebracht. Entstanden ist ein überaus eindrucksvolles, prächtig ausgestattetes Gebäude. Der Besucherteil beträgt allein 1500 m².

Nach dem Rundgang öffnete sich noch eine Tür und wir wurden zu einem sehr schmackhaften, reichhaltigen russischen Imbiss eingeladen. Ein Video informierte uns über das „neue Moskau“. Die vielen farbenprächtigen Paläste, Häuser, Straßenzüge, die U-Bahnhöfe und Parkanlagen und auch der moderne Teil der russischen Hauptstadt vermittelten uns das Bild einer wunderschönen großen Stadt. Der eine oder andere wird sicher gedacht haben, diese Stadt wäre doch vielleicht mal eine Reise wert.

Nach 2 Stunden verabschiedeten wird uns von unserer freundlichen Gastgeberin. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass alle mit dem Gefühl nach Hause gingen, einen interessanten und informativen Vormittag Unter den Linden 63-65, auf „russischem Boden“, verbracht zu haben.

Sarah Schreier

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