Besuch der Botschaft Kolumbiens

Am 5. Februar 2016 besuchte eine Gruppe interessierter Mitglieder die Botschaft von Kolumbien in der Taubenstr. 23 in Berlin-Mitte.

Santiago Medina, Botschaftssekretär für Kultur, hieß uns willkommen. Wir nahmen Platz in einem schönen Raum, für die Pause waren kolumbianischer Kaffee, Kuchen und ein kleiner kolumbianischer Snack (Empanadas) vorbereitet.

Wir wurden über die Architektur des Hauses  informiert, die Residenz der Botschaft. 1875 im Stil des wilhelminischen Barock errichtet, wurde das Haus aufgrund eines Umbaus im Jahr 1924 unter Denkmalschutz gestellt. Der Berliner Architekt Paul Zucker (1888-1971) modernisierte das ursprünglich fünfstöckige Haus und stockte es um drei Stockwerke auf. Er entwickelte mit der Taubenstraße einen Prototyp, dessen Gestaltungselemente er auf Folgeprojekte übertrug, ohne sie zu kopieren.

Im Krieg blieb das Vorderhaus weitgehend intakt, nach dem Krieg wurde das Gebäude der benachbarten Humboldt-Universität angegliedert und stark verändert – seither hat das Haus keinen eigenen Eingang mehr von der Taubenstraße aus. Hinter der denkmalgeschützten Fassaden wurde 2003 der Grundstein für ein Geschäftshaus gelegt. Am 01. Mai 2013 bezog die Kolumbianische Botschaft ihre neue Residenz.

Im zweiten Teil seines Vortrags ging Senor Medina auf die deutsch-kolumbianische Zusammenarbeit ein und berichtete anhand vieler Bilder über sein Land Kolumbien. Vor allem wies er auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Landes hin, was es zu einem attraktiven Reiseziel, besonders für Deutsche, macht.

Zwischen den beiden Ländern bestehen seit langem freundschaftliche Beziehungen, zu denen die deutsche Wirtschaft, Wissenschaftsaustausch, kulturelle Einrichtungen und die entwicklungspolitische Zusammenarbeit beitragen. Deutschland ist größter Handelspartner Kolumbiens in der EU. Eine Reihe deutscher Großunternehmen ist mit eigenen Produktionsstätten in Kolumbien vertreten. Außenminister Steinmeier besuchte Kolumbien im Februar 2015.

Kolumbien ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, deren Schwerpunkt die „Friedensentwicklung und  Krisenprävention“ ist sowie „Umwelt- und Ressourcenschutz.“ 2012 kam als dritter Schwerpunkt „nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ hinzu.

Beim Abschied gab es Gelegenheit, sich in eine Liste einzutragen, um über künftige kulturelle Veranstaltungen informiert zu werden. Jeder ist eingeladen, daran teilzunehmen. Es war ein gelungener und anregender Vormittag. Wir danken Senor Medina herzlich für die freundliche Aufnahme.

Doris Linne

 

 

 

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